Die Köchel

 

Im Becken des heutigen Murnauer Mooses ragen die harten kreidezeitlichen Gesteine der Köchel als Hügel wie Inseln aus der Moorlandschaft heraus. Manche Köchel sind nur schwer erreichbar. Sie wurden vom Landkreis mit Mitteln eines Naturschutzgroßprojekts der Bundesrepublik Deutschland erworben und in den letzten Jahren aus der forstlichen Nutzung genommen. Auf ihnen entwickeln sich nun artenreiche Naturwälder, die auch durch ihre Störungsarmut für viele Vogelarten besonders attraktiv sind.

Steinköchel

Vom Moos umgebener Steinköchel, Blick nach Süden (Foto: Landratsamt Garmisch-Partenkirchen).

Auf den Köcheln sind auf kleiner Fläche Wälder zu finden, die aus über zehn Laubbaumarten aufgebaut sind, bestehend aus Buche, Esche, Eberesche, Berg- und Spitzahorn, Bergulme, Winterlinde, Hängebirke, Trauben- und Vogelkirsche, Grau- und Schwarzerle. Gute Beispiele für edellaubholzreiche Mischwälder liegen am Langen Köchel, wo es weiche Übergänge zu fichtendominierten Sumpfwäldern und einzigartigen Erlenbrüchen gibt, die wegen der extremen Nässe kaum noch von Menschen betreten werden können.

Totholzreicher Laubwald

Totholzreicher Laubwald am Langen Köchel (Foto: P. Strohwasser).

 

Hohler Lerchensporn

Hohler Lerchensporn (Corydalis cava) blüht im Frühjahr auf dem Weghaus- und dem Steinköchel (Foto: H. Liebel).

 

Das Stattliche Knabenkraut

Das Stattliche Knabenkraut (Orchis mascula) kommt im Murnauer Moos nur am Langen Köchel stabil vor (E. Kriner).